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Demenz

Demenz: Früherkennung, Diagnostik und Behandlung in unserer Neurologiepraxis in Hannover-Misburg

Demenz ist eine häufige neurologische Erkrankung, Aktuell leben in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz (Quellen: [1], [2]).
Erste Anzeichen können Gedächtnisprobleme, Konzen­trationsstörungen, Wortfindungsstörungen oder Schwierigkeiten bei der Orientierung sein. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit, daneben gibt es weitere Demenzformen wie die vaskuläre Demenz. In unserer neurologischen Praxis in Hannover bieten wir eine spezialisierte Demenz-Sprechstunde an. Nach einer ausführlichen Anamnese, der Beurteilung standardisierter kognitiver Testverfahren (z.B. DemTect) sowie der Analyse vorhandener bildmorphologischer Befunde (z. B. cMRT), stellen wir die Diagnose und bestimmen die zugrunde liegende Demenzform. Auf dieser Grundlage erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan und beraten Patienten sowie Angehörige umfassend zu Therapie- und Unterstützungs­möglichkeiten.

Demenz Behandlung

Die häufigsten Demenzformen im Überblick

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenzform ([1], [3], [4]). Ursächlich sind:

  • Beta-Amyloid-Plaques (DZNE) zwischen Nervenzellen
  • Veränderungen des Tau-Proteins (DZNE) innerhalb der Zellen
  • Absterben von Nervenzellen → Mangel an Acetylcholin (wichtig für Gedächtnis)

Therapie: Acetylcholinesterase-Hemmer (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin) können Symptome lindern, heilen die Krankheit jedoch nicht.

Ausgelöst durch Durchblutungsstörungen im Gehirn, z. B. durch:

  • Schlaganfälle
  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
  • Langjährigen Bluthochdruck
  • Lewy-Körperchen-Demenz: Eiweißablagerungen (Alpha-Synuclein) → Demenz + Parkinson-ähnliche Symptome
  • Frontotemporale Demenz (FTD): Schrumpfung der Stirn-/Schläfenlappen → Persönlichkeits- und Sprachveränderungen
  • Parkinson-Demenz: Tritt im Spätstadium von Parkinson auf (Dopaminmangel)
  • Sekundäre Demenzen (<10 %): Potenziell reversibel, z. B. durch Vitamin-B12-Mangel oder Schilddrüsenstörungen

Stadien der Demenz

StadiumSymptomePflegebedarf
Leichte DemenzGedächtnislücken, Wortfindungsstörungen, OrientierungsproblemeTeilweise Unterstützung
Mittelschwere DemenzStarke Gedächtnis- und Sprachstörungen, Alltag nicht mehr selbstständigRegelmäßige Hilfe nötig
Schwere DemenzVollständige Pflegebedürftigkeit, kaum Kommunikation, BettlägerigkeitRund-um-die-Uhr-Betreuung

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (2016), „Demenz. Das Wichtigste“

Demenz Behandlung

Moderne Demenz-Diagnostik in der Neurologiepraxis in Hannover-Misburg

Unsere Demenz-Sprechstunde in Hannover bietet eine umfassende Abklärung mit folgenden Schwerpunkten:

  • Ausführliches Gespräch mit Patient:innen und Angehörigen
  • Erhebung der Krankheitsgeschichte und Symptomverläufe
  • Kraniale Magnetresonanztomographie (cMRT) oder Computertomographie (cCT)
  • Ziel: Strukturelle Ursachen identifizieren und andere Erkrankungen ausschließen
  • Blutuntersuchungen zum Ausschluss behandelbarer Ursachen (z. B. Vitaminmangel, Schilddrüsenstörungen)
  • Mini-Mental-Status-Test (MMST) und DemTect zur objektiven Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten
  • Lumbalpunktion zur Analyse von Liquorparametern (z. B. bei Verdacht auf neurodegenerative Erkrankungen)

Warum die frühzeitige Diagnose von Demenz entscheidend ist

Die frühzeitige Diagnose von Demenz spielt eine entscheidende Rolle für den Verlauf der Erkrankung und die Lebensqualität der Betroffenen. Obwohl Demenz bislang nicht heilbar ist, ermöglicht ein möglichst früher Diagnosezeitpunkt, die vorhandenen Therapiemöglichkeiten optimal auszuschöpfen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Ein zentraler Vorteil der frühen Diagnose liegt darin, dass medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Bestimmte Medikamente können das Fortschreiten der Symptome verlangsamen und die kognitiven Fähigkeiten länger erhalten. Ergänzend tragen Gedächtnistraining, Bewegung und soziale Aktivitäten dazu bei, die geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren. Je früher diese Maßnahmen beginnen, desto größer ist ihr Nutzen.

Darüber hinaus verschafft eine frühe Diagnose den Betroffenen und ihren Angehörigen wertvolle Zeit zur Planung. Entscheidungen in Bezug auf Vorsorgevollmachten, finanzielle Angelegenheiten oder zukünftige Wohnformen können noch gemeinsam und selbstbestimmt getroffen werden. Dies stärkt das Gefühl der Kontrolle und reduziert Ängste gegenüber der Zukunft.

Auch im sozialen und emotionalen Bereich ist die frühzeitige Erkennung von großer Bedeutung. Betroffene verstehen ihre Symptome besser und können aktiv Strategien entwickeln, um mit ihnen umzugehen. Missverständnisse im Alltag – wenn Vergesslichkeit fälschlicherweise als Desinteresse interpretiert wird – lassen sich vermeiden. Angehörige profitieren ebenfalls, da sie die Veränderungen einordnen und gezielt Unterstützung organisieren können.

Nicht zuletzt ermöglicht eine frühe Diagnose den Zugang zu Beratungsangeboten, Selbsthilfegruppen und spezialisierten Hilfsdiensten. Diese Unterstützung kann entscheidend dazu beitragen, Überforderung und Isolation vorzubeugen – sowohl bei den Erkrankten als auch bei ihren Familien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die frühzeitige Diagnose von Demenz weit mehr ist als eine medizinische Feststellung. Sie ist der Schlüssel zu einer umfassenden Unterstützung, zu mehr Selbstbestimmung und zu einer besseren Lebensqualität im weiteren Verlauf der Erkrankung.

 

Eine frühe Demenz-Diagnose ermöglicht:

  • Gezielte Therapieplanung (z. B. Medikation, nicht-medikamentöse Maßnahmen)
  • Behandlung reversibler Ursachen (z. B. Vitaminmangel)
  • Bessere Lebensqualität durch angepasste Betreuung
  • Rechtzeitige Planung von Pflege und Unterstützung

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